VoD: Moloch (6-teilige Krimi-Serie a `50 min, arte, 2020)

Fesselnd, intim, überraschend. Die 6-teilige Krimi-Serie 'Moloch' ist nichts für schwache Nerven. Vor allem nicht vor dem Einschlafen. Weil es dann durchaus passieren kann, dass man alle Teile hintereinander sehen will. Äußerst ruhig erzählt, die Dialogszenen erinnern einen fast an Charaktertheater. Die Story (junge Journalismuspraktikantin will ihren ersten Scoop und schmeisst sich deshalb an den Polizeiermittler ran) wirkt auf den ersten Blick etwas platt. Der Film ist es nicht. Seine vielen Handlungsebenen sind nur schwer zu entwirren. Sehenswert!

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Video on Demand: Liebe Mich! (Komödie, 79 min, 2014)

Wenn das Notbook durchs Fenster fliegt. Quirlige Grafikdesignstudentin unterwegs in Berlin. Mit ordentlich Lippenstifft, geilen Boots und einer immer wirren Mähne. Sehenswerter Liebesfilm, mitten aus dem Leben. Und: Finanziert von Oma. So muss es sein! Jetzt in voller Länge auf youtube.

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VoD: Pauline am Strand (Spielfilm, 91 min, 1983, arte)

Wunderbar leichter Liebesfilm aus Frankreich. Ein bischen 'angestaub' zwar, ist dieses Kunstwerk von Eric Rohmer genau das Richtige für den Sommer. Es geht um kurze Affäiren, grosse Gefühle und amouröse Verwicklungen. Die erste Liebe, die unerwiderte Liebe, die Leichtigkeit eines One-Night-Stands. Am Rande rauschen die Wellen der Normandie. Großes französisches Arthousekino. Das nicht zu Unrecht 1983 in Berlin mit dem 'Silbernen Bären' ausgezeichnet wurde. Noch bis zum Ende des Jahres in der arte-mediathek.

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Doku-Tipp: 'Mission Wahrheit' - Die New York Times und Donald Trump (WDR, 4 Teile)

Richtig gute Doku von Liz Garbus. Passend platziert vor den US-Präsidentenwahlen am 3. November. Alle vier Teile gibt es noch bis zum 21. November im WDR. Synchronisiert und in zwei Teilen zusammengefasst. 'The Fourth Estate' ist Originaltitel der Doku, welche vom Medienunternehmen 'Showtime production' hergestellt wurde.

Tei 1 und 2: https://www.wdr-dok/video-mission-wahrheit-die-new-york-times-und-donald-trump--stuermische-zeiten-100.html

Teil 3 und 4: https://www.wdr-dok/video-mission-wahrheit-die-new-york-times-und-donald-trump--angriff-auf-die-medien-100.html


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Schrippenmutti - Unterwegs in Berlins Nächten (2004, 30 min)

Jede Donnerstag das gleiche Schauspiel. Angestrengt versucht sich Inge Schulze einen Weg durch die Menschenmassen in der Neuköllner Szenenkneipe "Ankerklause" zu bahnen. Doch der Laden ist kurz nach Mitternacht viel zu voll. Für die 64-Jährige mit ihrem silbernen Tablett und den selbst geschmierten Brötchen drauf, gibt es kein Durchkommen. "Dann komm ich eben später wieder", sagt Inge Schulze, die alle hier nur liebevoll "Schrippenmutti" nennen.

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Ausländerbehörde - Warten auf Wartemarken (2001, 12 min)

Pünktlich um sechs Uhr geht am Friedrich Krause Ufer 24 das große Eisengitter auf. Jeden Tag zur selben Zeit, außer Mittwochs. Wer früh kommt sichert sich hier die besten Plätze. Bei Trockenheit, Regen, Wind oder Schnee heißt es Warten auf die Wartemarken. Über Tausend Menschen kommen hier jeden Tag. Sie wollen eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland. Oder haben schlicht ihren Paß verloren. Der Eingang ist gut bewacht. Drei Polizisten sind im Einsatz - rund um die Uhr.

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Volles Risiko: Vulkanforscher am Merapi (2002, 9 min)

3000 Meter Höhe - inmitten von Schwefelwolken. Mit Gasmaske habe ich noch nie einen Film gedreht. Auf dem Merapi steht der Wind heute ungünstig, kommt von Süden. Das heisst: arbeiten in Schwefeldämpfen, die aus Dutzenden von gelben Erdöffnungen kommen. Nur 300 Meter ist der Dom weg. An ihm kommt das feste, heiße Gestein aus dem Inneren des Vulkans. Ulrich Serfling und sein Team hat mit den widrigen Bedingungen unterhalb des Gipfels zu kämpfen. Arbeiten auf einem Vulkan, der zu den gefährlichsten der Welt zählt.

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Graffiti: Sprayer und Scratcher (2002, 8 min)

Gegen 03:00 Uhr in der Nähe eines stillgelegten Bahnhofes in Berlin. Zwei Jugendliche, die Mützen tief im Gesicht, schleichen durch die Nacht. Sie haben Taschen mit Spraydosen bei sich. "Cans" wie sie in der Szenesprache heißen. Während der eine mit Hilfe einer kleinen Skizze die Umrisse eines Graffiti markiert, steht der andere Schmiere. Er paßt auf, dass niemand kommt, vor allem nicht die Polizei.

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